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Die Protectum eG stellt EH55-Plus-Förderprogramm und seine Verbesserung vor

Die Wohnraumknappheit bleibt in Deutschland eines der drängendsten Themen für Politik, Bauwirtschaft und Wohnungsunternehmen wie die Protectum eG. Obwohl es in vielen Regionen und vor allem in Ballungsräumen an Wohnungen mangelt, sind zahlreiche Neubauvorhaben in den vergangenen Jahren ins Stocken geraten. Zu den Auslösern zählen nicht zuletzt die hohen Baukosten und gestiegenen Finanzierungsausgaben, die viele Projekte wirtschaftlich unter Druck gesetzt haben. Vor diesem Hintergrund haben Förderangebote, die den Zugang zu Baufinanzierungen verbessern, erheblich an Bedeutung gewonnen. Sie können dazu beitragen, geplante Vorhaben aus der Warteschleife zu holen und wieder in die Umsetzung zu bringen.

Mit der Förderung für Effizienzhäuser 55 Plus wurde Ende 2025 ein Instrument auf den Weg gebracht, das genau diese Zielsetzung verfolgt und dabei parallel auch noch das klimafreundliche Bauen stärkt. Das Programm richtet sich an bereits genehmigte Wohnbauprojekte, die bislang aber noch nicht gestartet wurden. Damit soll vor allem jener Bestand an Vorhaben aktiviert werden, der zwar baureif ist, wegen schwieriger Marktbedingungen jedoch noch nicht umgesetzt wurde. Und dieses Förderprogramm hat jetzt eine Verbesserung erfahren, welche die Genossenschaft aus Großwallstadt zusammen mit dem Grundkonzept einmal etwas näher darlegen möchte.

800 Millionen Euro für die befristete EH55-Plus-Förderung

Über das im vergangenen Dezember vorgestellte Programm können sowohl Neubauten als auch der erstmalige Erwerb von Wohngebäuden gefördert werden. Voraussetzung: Sie wurden nach dem Effizienzhausstandard 55 geplant und setzen bei der Wärmeerzeugung zu 100 Prozent erneuerbare Energien ein. Entscheidend ist dabei, dass zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits eine Baugenehmigung vorliegt und der Bau noch nicht begonnen hat. Gerade diese Ausrichtung auf kurzfristig umsetzbare Projekte macht das Fördermodell aus Sicht der Protectum eG für die Belebung des Baugeschehens so interessant.

Was die Fördersumme angeht, so können für jede Wohneinheit bis zu 100.000 Euro über vergünstigte KfW-Darlehen in Anspruch genommen werden. Für Kommunen kommt ein fünfprozentiger Zuschuss hinzu. Insgesamt stehen für die zeitlich befristete Förderung 800 Millionen Euro zur Verfügung.

Anpassung der Finanzierungskonditionen erhöht Attraktivität

Anfang März dieses Jahres kam es jetzt zu einer Änderung: Die Zinssätze innerhalb des Programms wurden ein weiteres Mal abgesenkt, was die Finanzierungskonditionen noch einmal deutlich verbessert. Für ein annuitätisches Darlehen mit zehn Jahren Laufzeit und zehn Jahren Zinsbindung beträgt der effektive Jahreszins seit dem 2. März 2026 nur noch 1,0 Prozent. Zum Start des Programms lag dieser Wert noch bei rund 1,94 Prozent. Wie die Protectum eG hervorhebt, ist diese Entwicklung vor allem deshalb bedeutsam, weil Zinskosten derzeit einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von Wohnbauprojekten haben. Die verbesserten Kreditbedingungen können somit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, maßgebliche Impulse für Investitionsentscheidungen zugunsten neuer Bauvorhaben zu geben. Hinzu kommt, dass nicht nur EH55-Plus-Häuser von verbesserten Zinskonditionen profitieren. Auch im Programm „Klimafreundlicher Neubau“ wurden die Kreditbedingungen angepasst. Für Effizienzhäuser 40 liegt der effektive Jahreszins bei einem Darlehen mit zehn Jahren Laufzeit und zehn Jahren Zinsbindung nun bei 0,6 Prozent.

Erste Ergebnisse der Förderinitiative

Dass das Programm bereits Wirkung zeigt, lässt sich an den ersten Zahlen ablesen. Innerhalb der ersten zwei Monate konnten dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zufolge bereits rund 17.000 neue Wohneinheiten gefördert werden. Parallel dazu hat sich auch die Zahl der Baugenehmigungen zuletzt positiv entwickelt. Aus Sicht der Protectum eG sprechen diese ersten Ergebnisse dafür, dass das Fördermodell auf ein reales Marktbedürfnis trifft und geeignet ist, neuen Schwung in den Wohnungsbau zu bringen. Die jüngsten Verbesserungen dürften ein Weiteres tun, um die Bautätigkeit in Deutschland zu stärken.

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