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Brücken bauen statt Grenzen ziehen: Die Protectum eG zum Internationalen Tag der Genossenschaften

Einmal im Jahr rückt ein Unternehmensmodell in den Mittelpunkt, das in Deutschland seit weit über anderthalb Jahrhunderten Bestand hat und dennoch (viel zu) selten im Rampenlicht steht: die Genossenschaft. Traditionell markiert der erste Samstag im Juli den Internationalen Tag der Genossenschaften, der 2026 somit am 4. Juli begangen wurde. Die Protectum eG nutzt auch in diesem Jahr die Gelegenheit, das genossenschaftliche Modell und ihre eigene Rolle darin noch einmal etwas näher zu betrachten.

Frieden: ein ungewöhnliches, aber stimmiges Jahresmotto

Urheber des 1923 aus der Taufe gehobenen Internationalen Tags der Genossenschaften ist die International Cooperative Alliance (ICA), die globale Dachorganisation der Genossenschaften in aller Welt. Diese zeichnet sich auch für das jährlich wechselnde Motto des Aktionstages verantwortlich. Für 2026 wählte sie mit „Genossenschaften für eine friedliche Welt“ eine Maxime, deren Bedeutung sich womöglich erst auf den zweiten Blick erschließt, liegt sie doch ein wenig jenseits klassischer genossenschaftlicher Themen wie Wohnraum, Landwirtschaft oder Kreditwesen. Dahinter steht jedoch eine nachvollziehbare Überlegung: Genossenschaften schaffen Vertrauen, fördern Dialog, Austausch und Kooperation und legen damit eine wichtige Grundlage für eine friedliche Gesellschaft. Gleichzeitig greift das Motto das Leitthema der diesjährigen ICA-Weltkonferenz auf: „Brücken bauen: Beiträge der Genossenschaften für eine friedliche Welt“.

Ein Wirtschaftsmodell mit Gewicht und Tradition

Nicht nur international, auch in Deutschland ist die Genossenschaftsidee von enormer Bedeutung. Wie wichtig das Unternehmensmodell im deutschen Raum ist, belegen Daten des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands (DGRV): Bundesweit zählt der Verband rund 7.000 Genossenschaften mit knapp 21 Millionen Mitgliedern. Dabei beschränkt sich deren Tätigkeit keineswegs auf den Wohnungsbau, dem auch die Protectum eG zuzuordnen ist. Vielmehr finden sich Genossenschaften in praktisch jeder Branche, das Spektrum reicht von landwirtschaftlichen Kooperationen über Energiegenossenschaften bis hin zu Genossenschaftsbanken. Diese Breite über nahezu alle Wirtschaftsbereiche hinweg unterstreicht, dass das genossenschaftliche Unternehmensmodell weit mehr als eine Randerscheinung darstellt und einen nicht unerheblichen Teil der deutschen Wirtschaft mitträgt.

Die lokale Umsetzung des Genossenschafts-gedankens

Für die Protectum eG ist der Aktionstag kein abstraktes Datum, sondern ein Anlass, stolz auf die Geschichte der Genossenschaftsbewegung und ihren eigenen Beitrag zu der genossenschaftlichen Idee zu sein. Denn die Wohnungsbaugenossenschaft setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1997 konsequent für ihren Förderzweck ein: Ihren Mitgliedern Wohnungen und Häuser zur Miete und zum Verkauf anzubieten, die nicht nur lebenswert, sondern auch bezahlbar sind.

Wie gefragt diese besondere Art des Wohnraumangebots ist, zeigt ein Blick auf die Mitgliederentwicklung: Zum Jahresende 2025 zählte die Genossenschaft aus Großwallstadt 10.605 Mitglieder. Nach fast 30 Jahren am Markt ist dies ein Beleg dafür, wie viel Vertrauen das genossenschaftliche Modell über Generationen hinweg aufbauen konnte. Die kontinuierliche Erweiterung des Mitgliederkreises versteht man in Großwallstadt jedoch nicht als einen Erfolg, auf dem man sich ausruhen kann, sondern vielmehr als Verpflichtung, den Förderzweck auch künftig mit vollem Engagement fortzuführen. Genau dies hat die Wohnungsbaugenossenschaft auch für die kommenden Jahre und Jahrzehnte vor.

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